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Reisekalender

Brandenburg - Potsdam, Havelland, Neuruppiner Seenland: 200 Jahre Theodor Fontane - 5 Tage

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Buchungscode:
BRA01
Termin:
09.08.2019 - 13.08.2019
Preis:
ab 645 € pro Person

Kaum ein anderer Schriftsteller ist so eng mit Brandenburg verbunden wie Theodor Fontane. Wie kein anderer Autor hat er die Identität des Landes Brandenburg geprägt und über dessen Grenzen hinaus vermittelt. "Wenn du Reisen willst, musst du die Geschichte dieses Landes kennen und lieben", war das Credo Fontanes.

Und so hat er es dann auch mit seiner Heimat gehalten. In seinen "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" beschreibt er die Landschaften, Orte und die Menschen, denen er begegnete. Im Jahr 2019 jährt sich Fontanes Geburtstag zum 200. Mal. Grund genug, um mit KUS Reisen auf den Spuren Fontanes durch Brandenburg (Potsdam, Havelland, Naturpark Neuruppiner / Stechliner Seenplatte) zu reisen und einige der außergewöhnlichen Sonderausstellungen zu besuchen.

Lernen Sie eine Region im Bundesland Brandenburg kennen, die Sie vielleicht nicht so gut oder gar nicht kennen.

 

Geplanter Programmablauf:

1. Tag
- Anreise
- Potsdam  (Möglichkeit zu einem geführten Rundgang ab/bis Hotel mit russischer Kolonie, russische Kapelle, Belvedere, Schloss Cecilienhof Park, Seen...)

2. Tag
- Potsdam  (Stadtrundfahrt, Rundgang, Theodor Fontane Archiv, Sonderausstellung
Theodor Fontane im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte) 

3. Tag
- Wustrau  (Brandenburg Preußen Museum mit Theodor Fontane Sonderausstellung, Ortsrundgang, eventuel musikalische Überraschung)
- Neuruppin  (Stadtführung, Sonderausstellung Theodor Fontane)
- Möglichkeit zur Nutzung der Theodor Fontane Therme direkt am Neuruppiner See

4. Tag
- Rheinsberg  (Schloss, Park, Sonderausstellung)
- Zernikow  (Landgut, Kirche)
- Stechliner See, Stechlin und Neuglagow
- Möglichkeit zur Nutzung der Theodor Fontane Therme direkt am Neuruppiner See

5. Tag
- Ribbeck  (Ortsplatz, Kirche, Birnbaum, Schloss)
- Paretz  (Schloss und Park)
- Rückreise

 

1. Tag:  Anreise, Potsdam 

Busanreise mit Pausen ab 06:00 Uhr. Zustiege ausschließlich entlang der Fahrstrecke, teilweise Zubringer mit Bahn oder Kleinbus.

Ankunft in Potsdam gegen 15:30 Uhr im ****Hotel Dorint. Es liegt am Rande der Altstadt, die entweder zu Fuß oder mit Bus oder Straßenbahn gut zu erreichen ist. Entspannen Sie im Hotel auf der Terrasse oder im Wellness-Bereich mit Hallenbad und Sauna. Das Hotel wurde von KUS Reisen persönlich getestet.

Alternativ können Sie die Möglichkeit nutzen mit ihrem Reiseleiter nach Hotelbezug und Erholungspause einen Spaziergang zu den Sehenswürdigkeiten rund um das Hotel zu unternehmen. Dauer circa 1,5 Stunden.

Friedrich Wilhelm III. und der russische Zar Alexander I. waren innige Freunde. Um dieser Freundschaft Ausdruck zu verleihen und den verstorbenen Zar zu ehren, ließ Friedrich 1826 die russische Kolonie Alexandrowka erbauen. Die 13 im russischen Stil erbauten Holzhäuser waren Heimat von russischen Sängern, die nach der Rückkehr aus dem Krieg als Geschenk des Zaren am königlichen Hof blieben. Die Grünanlagen wurden von Peter Joseph Lenné geplant und sollten den Sängern eine besondere Atmosphäre für Musik und Muße bieten. Heute ist das Ensemble Bestandteil des Weltkulturerbes.

Auf dem nahe gelegenen Kapellenberg legte König Friedrich Wilhelm II 1826 den Grundstock für die dazugehörige fünffach kuppelgekrönte orthodoxe Alexander-Newski-Kirche. Viele Ausstattungsgegenstände sind Geschenke der ZarinA Alexandra Feodorowna, die als preußische Prinzessin Charlotte in Schloss Charlottenburg zur Welt kam.

Vom Pfingstberg genießen Sie die schönste Aussicht über die Landeshauptstadt von Brandenburg. Wegen dieses einzigartigen Blickes ließ Friedrich Wilhelm IV. um 1850 das Belvedere errichten. Architektonische Anregungen für dieses Bauwerk bekam er während einer Reise nach Rom. Das seit dem Jahr 2001 zusammen mit dem Pomonatempel wieder zugängliche Aussichtsschloss ist heute gleichzeitig ein Ort für Gartenkonzerte, Sommertheater, Ausstellungen sowie für Hochzeiten und private Feiern.

Die dunkle deutsch-sowejtische Vergangenheit können Sie in der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße nachspüren, die der Militärgeheimdienst als Untersuchungsgefängnis nutzte.

Am Ufer des Heiligen Sees nördlich der Altstadt errichtete König Friedrich Wilhelm II. 1787 das frühklassizistische und mit einem runden Belvedere Turm gekrönte Marmorpalais. Dem Neuen Park um das Schloss verlieh Lenne das zauberhafte Aussehen. Am nördlichen Ende vom Garten steht das im englischen Landhausstil erbaute Schloss Cecilienhof.

Das Abendessen in einem ausgesuchten Restaurant in Potsdam oder im Hotel ist bereits im Preis eingeschlossen.

  

2. Tag:  Potsdam

Potsdam (175.000 Einwohner) ist mehr als ein Freilichtmuseum und hat geschichtlich viel zu erzählen. Der ganze Tag inklusive Pausen ist daher der Landeshauptstadt von Brandenburg gewidmet mit Stadtrundfahrt, Rundgängen und dem Besuch der Sonderausstellung.

In den vergangenen 300 Jahren wandelte sich die Garnisonstadt Potsdam zu einer der prächtigsten Residenzstädte Europas. Der Preußenkönig Friedrich II. wie auch seine Vorgänger und Nachfolger schufen in und um Potsdam zahlreiche barocke Bauten sowie 17 Schlösser und Paläste mit üppigen Landschaftsparks. Schloss und Park Sanssouci mit dem Neuen Palais ist das größte Park- und Schlossensemble nördlich der Alpen. Berühmte Baumeister wie Knobelsdorff, Schinkel oder Persius und große Landschaftsarchitekten wie Lenné, Eyserbeck und Fürst von Pückler-Muskau gestalteten im königlichen Auftrag diese eindrucksvolle, weltweit einmalige Kulturlandschaft, die im Jahr 1990 mit dem Prädikat UNESCO-Weltkulturerbe geadelt wurde.

Den Alten Markt in der Stadtmitte dominieren drei Gebäude. Das Potsdamer Stadtschloss der Hohenzollern wurde wieder aufgebaut und ist seit Ende 2013 Sitz des Brandenburger Landtags. Das Alte Rathaus von 1755 wird von einer vergoldeten Atlasfigur gekrönt. Das Potsdam Museum ist hier nach mehr als 100 Jahren wieder an seinen Gründungsstandort zurückgekehrt. Von Schinkels Nikolaikirche mit der alles überragenden Kuppel können Sie einen herrlichen Rundumblick über die Havelstadt genießen. Der größte Publikumsliebling am Alten Markt ist das Museum Barberini, das Friedrich der Große einst als Stadtpalais nach römischen Vorbild errichten ließ, aber im Zweiten Weltkrieg komplett zerstört wurde. Als Ort herausragender Kunstausstellungen gehört das Barberini inzwischen zu den Top-Kunstmuseen der Welt. In unmittelbarer Nachbarschaft des Alten Marktes liegen das Potsdamer Filmmuseum im lang gestreckten Marstall für die königlichen Pferde und der Neue Markt, einer der schönsten Barockplätze Europas. Hier befindet sich im ehemaligen königlichen Kutschstall auch das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte. Zum Ausbau der Garnisonsstadt Potsdam brauchte der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. dringend gut ausgebildete Handwerker. Im Nachbarland Holland wurde er fündig. Weil sich die Holländer in Potsdam wie zu Hause fühlen sollten, ließ er Mitte des 18. Jahrhunderts ein Viertel mit circa 150 Backsteinhäusern bauen. Unverputzt, mit weißen Fugen, Fensterläden und zum Teil geschwungenen Giebeln. Alles sollte wie in der Heimat aussehen. Kleine Läden, Cafés und Bars prägen heute das Flair im Holländischen Viertel. Es ist die einzige erhaltene Siedlung im holländischen Stil außerhalb der Niederlande. Das Brandenburger Tor entstand 1770 lange vor seinem Berliner Pendant. Weitere Stadttore sind das Jägertor (1733) und das von Torhallen flankierte Nauener Tor von 1755 im Stil der englischen Neogotik.

Fontane war nachweislich kein Potsdam-Fan, aber dennoch hat auch er die bekannteste Sehenswürdigkeit der Region, Park und Schloss Sanssouci, nicht links liegen gelassen. Beides hat sich seit dem nicht verändert. Ob es Fontane wohl gefallen hätte, dass das "Fontane-Gedächtnis" ausgerechnet in Potsdam bewahrt wird? Der Ort dafür hätte ihm sicherlich gefallen. Zu Fuße des Belvederes auf dem Pfingstberg, in der historischen Villa Quandt, liegt das Theodor-Fontane Archiv, das im Jahr 2001 von der Bundesregierung zum "Kulturellen Gedächtnisort von besonderer nationaler Bedeutung" erklärt wurde. Es ist aus dem Nachlass Fontanes hervorgegangen und beinhaltet 20.000 Blatt Originalhandschriften wie Manuskripte zu Romanen und Erzählungen, aber auch Tagebücher. Außerdem wird hier die umfangreichste Sammlung von Briefen von und an Fontane aufbewahrt. Ob auch Fontanes wahrscheinlich bekanntestes Gedicht über den "Herrn von Ribbeck zu Ribbeck im Havelland" dabei ist, wissen die Experten des Archivs, die auch sonst so manche spannende Geschichte erzählen können.

Sie besuchen im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte die Sonderausstellung zum Fontanejahr 2019.
In seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg setzte er aus den Begegnungen mit Menschen, aus Landschaftseindrücken, Besichtigungen von Kulturdenkmälern und Kunstsammlungen, aus Memoiren, Anekdoten, Sagen, Kirchenbüchern und Adelschroniken das Bild von Brandenburg zusammen, das bis heute nachwirkt. Die Ausstellung folgt dem Entdeckungsreisenden Fontane so wie der Leser ihm in seinen Büchern folgt: Wie bereitete Fontane sich auf seine Fahrten vor, wie reiste er? Wer waren seine Informanten und Begleiter, was hat er gesehen und gelesen, und mit wem hat er gesprochen?
Die Schau gibt einen Einblick in Fontanes Schreibwerkstatt und zeigt ihn dabei, wie er das vorgefundene Material sammelt, es in seinen Texten effektvoll arrangiert und über fast vier Jahrzehnte immer wieder bearbeitet. So kommt Fontane dem Publikum nahe: als Reisender, Geschichtensammler und Arrangeur, als Erzähler und als Texthandwerker bei der Arbeit an seiner Liebeserweckung für das Ganze der Mark.

 

3. Tag:  Wustrau, Neuruppiner See, Neuruppin

Im Ruppiner Seenland wirkt vielerorts noch alles so, wie es Theodor Fontane auf seinen "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" beschrieb. Noch heute gibt es die kleinen Dörfer, die gepflasterten Straßen, den Klatschmohn am Wegesrand, dichte Wälder und einen einzigartigen Reichtum an Gewässern und Seen. Auch der längste See Brandenburgs ist hier zu finden: der Ruppiner See.

Am Südufer des Sees liegt Wustrau, das ebenfalls bei einer Spurensuche á la Fontane nicht fehlen darf. Den Mittelpunkt des kleinen Ortes bildet das 1890 erweiterte barocke Schloss Zieten des ehemaligen Reitergenerals Friedrichs II., das zu den kulturellen preußischen Erinnerungsorten zählt, wovon man sich bei einem Besuch im Brandenburg-Preußen Museum überzeugen kann. Mehr als 500 Jahre brandenburgisch-preußische Geschichte werden hier vorgestellt.

Sie besuchen im dortigen Brandenburg Preußen Museum die die Sonderausstellung „Wanderin durch die Mark Brandenburg - Fotografien von Marie Goslich (1859 – 1938)“. 
1882, in dem Jahr, in dem der 63-jährige Theodor Fontane den vierten Band seiner "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" veröffentlichte, kehrte die 23jährige Marie Goslich aus dem Pensionat in der französischsprechenden Schweiz zurück nach Brandenburg. Bis dahin führte sie ein Leben, wie es der Tochter eines Appellationsgerichtsrats entsprach. Bald aber begann sie, mit der Plattenkamera durch die Mark Brandenburg und durch Berlin zu wandern. Doch wo Fontane eher die Herrenhäuser besuchte und den etwas verblassten Glanz der brandenburgischen Gegenwart mit den Erinnerungen an den Ruhm des alten Preußens aufpolierte, entdeckte Marie Goslich die Poesie der Landstraße. Maire Goslich war aber nicht nur Fotografin. Die erste Fotojournalistin Europas, vielleicht der Welt, schrieb auch Artikel und Aufsätze zu ihren Bildern. Eindrücklich und mit viel Gefühl für Details zeigt sie die Alltagskultur Brandenburgs und Berlins am Ende des 19. Jahrhunderts.

Neuruppin (32.000 Einwohner, flächenmäßig fünftgrößte Stadt in Deutschland) ist für Kulturliebhaber ein ganz besonderer Ort. Mit Theodor Fontane und Karl-Friedrich Schinkel sind gleich zwei bedeutende Persönlichkeiten in der ehemaligen preußischen Garnisonsstadt geboren. Die klassizistische Architektur im historischen Stadtkern mit ihren breiten Straßen und großen Plätzen ist ein geschütztes Bauensemble. Auf dem Mauerweg, der die Altstadt fast vollständig umschließt, sind alle Epochen der Bebauung Neuruppins sichtbar. Ein Ruhepol ist der Tempelgarten mit dem Apollo-Tempel. Er geht auf den jungen Kronprinzen Friedrich zurück, der mit dem exotischen Park sein erstes Gartenkunstwerk schuf, bevor die Parks in Rheinsberg und Sanssouci entstanden.

Das Museum Neuruppin beherbergt eine der ältesten Brandenburger Sammlungen, für die der Ruppiner Landrat Friedrich Christian von Zieten (1765 – 1854) einst den Grundstein legte. In dem 1791 erbauten klassizistischen Bürgerhaus ist seit 2015 die neu konzipierte Dauerausstellung zu sehen. Sie präsentiert die Ur- und Frühgeschichte im Ruppiner Land sowie die Stadtgeschichte vom Mittelalter bis in die jüngste Vergangenheit. Dabei widmet sie sich auch Neuruppiner Persönlichkeiten wie Karl Friedrich Schinkel, Wilhelm Gentz und Theodor Fontane. Im ebenfalls 2015 eröffneten preisgekrönten Anbau werden regelmäßig Wechselausstellungen gezeigt. Außerdem verfügt das Museum über eine faszinierende Sammlung von Neuruppiner Bilderbogen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert, die den Namen der Stadt international bekannt machten.
Die Leitausstellung „fontane.200/Autor“ stellt die Besucher mitten hinein in Theodor Fontanes Schreib- und Textwelten: Woher hat er seine Ideen? Wie erfindet er seine Figuren? Warum tauchen in seinen Romanen manche Dinge immer wieder auf, warum werden andere verschwiegen? Wie entsteht der Realismus-Effekt und wie der besondere Fontane Sound? Woran erkennen wir Kunst? Was begeistert uns an Literatur?
fontane.200/Autor zeigt Fontane als Wortsampler, Schreibdenker und Textprogrammierer. Fontane, der vom journalistischen und später literarischen Schreiben leben musste, war ein Schriftsteller im buchstäblichen Sinn. Ein Allesnotierer und Vielkorrigierer, der mit der Feder in der Hand auf dem Papier dachte und dem Text die Führung überließ – und, wenn ihm einmal gar nichts mehr einfiel, als Zwischenpause am Schreibtisch Fangeball spielte.
Das Leitmotiv von fontane.200/Autor sind Fontanes Wort(er)findungen, die in Neuruppin das Museum und die ganze Stadt bespielen: Zweihundertmal, von der Abschreckungstheorie und den Menschheits-Beglückungs-Spekulationen bis zur Weltverbesserungsleidenschaft und den Zärtlichkeitsallüren.
Die Ausstellung fontane.200/Autor lädt alle dazu ein, Fontanes literarisches Werk auf unterhaltsame und ungewöhnliche Weise zu entdecken. Sie verbindet literaturwissenschaftliche Forschung mit moderner Museumsgestaltung, um Fontanes Texte mit allen Sinnen zu erschließen.
Eine der Grundlagen für die Ausstellung ist die digitale Edition von Fontanes Notizbüchern, die erstmals entziffert und kommentiert werden.

Sie wohnen die nächsten beiden Tage im ****Mark Brandenburg Resort Neuruppin direkt am See gelegen. Nutzen Sie die kostenlose Möglichkeit, am späten Nachmittag  die mit dem Hotel verbundene Theodor-Fontane-Therme inklusive Saunalandschaft zu besuchen. Der Blick auf den See von den Wasserbecken und der Aufgusssauna ist sehr entspannend. Das Resort wurde von KUS Reisen persönlich getestet.  

 

4. Tag:  Schloss Rheinsberg, Gut Zernikow, Stechliner See

Umrahmt von Lustgarten und Grienericksee thront das barocke Schloss Rheinsberg vom 16. Jahrhundert, das mehrmals um- und angebaut wurde. Umfangreiche Restaurierungsarbeiten nach der Wende machten eine Wiederherstellung der Räumlichkeiten, wie sie zu Zeiten Prinz Heinrichs ausgesehen haben sollen, möglich. Friedrich der Große verbrachte seine glücklichsten Tage als Kronprinz in Rheinsberg. In den Jahren 1736 bis 1740 ließ Friedrich in Rheinsberg einen Musenhof entstehen. Nach der Thronbesteigung übernahm sein Bruder Prinz Heinrich von Preußen Schloss Rheinsberg und führte den Musenhof glanzvoll fort. Von Knobelsdorff wirkte hier als Architekt für Schloss und Garten.
Schon Theodor Fontane trug zu literarischer Bekanntheit durch die zahlreichen Beschreibungen und Erwähnungen über das Schloss in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg bei. So schrieb er: „Rheinsberg von Berlin aus zu erreichen ist nicht leicht. Die Eisenbahn zieht sich auf sechs Meilen Entfernung daran vorüber, und nur eine geschickt zu benutzende Verbindung von Hauderer und Fahrpost führt schließlich an das ersehnte Ziel". Dies mag es erklären, warum ein Punkt ziemlich unbesucht bleibt, dessen Naturschönheiten nicht verächtlich und dessen historische Erinnerungen ersten Ranges sind“. In dem Band „Die Grafschaft Ruppin“ seiner „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ berichtet Fontane über den Rheinsberger Hof, die beiden Prinzen, Kronprinz Friedrich und Prinz Heinrich, die Gräfin La Roche Aymon und den Major von Kaphengst. Weitere Persönlichkeiten sowie Orte und Landschaften rund um Rheinsberg werden dem Leser vorgestellt.
Im Schloss Rheinsberg hat auch das Kurt Tucholsky Literaturmuseum seinen Sitz, denn Tucholsky hat hier seine Erzählung „Rheinsberg – Ein Bilderbuch für Verliebte“ 1912 verfasst.

Der Schlosspark ist malerisch am Grienericksee gelegen und einer der schönsten Landschaftsgärten Deutschlands. Er ist eine Komposition aus weitläufigen Rasenflächen, Statuen, bunten Blumenarrangements und von Hecken umrahmten Sandfarbenen Wegen. Nach einem Spaziergang durch den Park am Seeufer entlang erreicht man die gegenüberliegende Uferseite, von wo aus man, unterhalb des Obelisken, die Aussicht auf das prächtige Schloss genießen kann.

Der Große Stechlinsee ist ein natürlicher See mit einer Fläche von 412 Hektar und ist stimmungsvoll in die märkische Landschaft eingebettet. Er ist für seine exzellente Wasserqualität bekannt und mit 70 Metern der tiefste See Brandenburgs. Der Stechlinsee gehört zum Rheinsberger Seengebiet im Naturraum des Neustrelitzer Kleinseenlandes. Der Name Stechlin soll sich von steklo, dem slawischen Wort für Glas, herleiten.
Theodor Fontane gab seinem letzten Roman den Titel „Der Stechlin“. Beschrieben wird das Schicksal eines fiktiven Adelsgeschlechtes von Stechlin, das am Großen Stechlinsee ansässig ist. Der Roman erschien 1897/1898 und wurde 1975 verfilmt.

Fontanes „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ führten ihn auch auf das Gut Zernikow. Seine Bewunderung brachte er in folgendem Satz zum Ausdruck „….er (Freddersdorf) fand eine vernachlässigte Sandscholle vor und hinterließ ein wohl kultiviertes Gut.“ Auch berichtet er „…mit Vorliebe nahm er sich des Seidenbaus an, Gärten und Wege wurden mit Maulbeerbäumen bepflanzt…“. Erleben Sie diese einzigartige Maulbeerallee, die schon Fontane auf seinem Weg zum Stechlinsee durchwanderte.
Von der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes Zernikow um 1365 bis heute haben verschiedene Persönlichkeiten der Anlage ihren Stempel aufgedrückt. Dazu zählen Michael Gabriel Fredersdorff, Kämmerer in Diensten Friedrichs des Großen. Der König schenkte ihm 1740 das Gut in Anerkennung seiner Leistungen. Fredersdorff begann mit dem Bau des Herrenhauses und pflanzte eine Maulbeerbaumplantage, um sich der Seidenraupenzucht zu widmen. Ab 1777 kam ein Zweig der Familie von Arnim in den Besitz des Gutes. Achim von Arnim (1781 bis 1831), der berühmte Dichter der Romantik, verbrachte seine Kindheit in Zernikow. Nachkommen sind bis heute dem Gut und seiner Erhaltung verbunden. Mit Gründung der „Initiative Zernikow“ wurde 1992 dem Gut neues Leben eingehaucht. Der Verein macht durch Veranstaltungen auf das Gut und seine Geschichte aufmerksam und wirbt unermüdlich um finanzielle Unterstützung für den Erhalt der Anlage. Seit 1994 ist diese als Einzeldenkmal in das Denkmalverzeichnis eingetragen mit dem Prädikat: „Große geschichtliche, städtebauliche und künstlerische Bedeutung“. Dauerausstellungen widmen sich den Themen „Vom Maulbeerbaum zur Seide“ sowie „Kronprinz Friedrich und sein Kämmerer Fredersdorff“.

Der Ausflug kann je nach Fahrtroute und Aufenthalten auf dem Rückweg nach Neuruppin abgerundet werden mit dem Ort Gransee (Ruppiner Tor...), dem Schloss Meseburg am Huwenowsee und dem evangelischen Stift Kloster in Lindow am Wutzsee.

 

5. Tag:  Ribeck, Paretz, Rückreise

Nach einem ausgiebigen Frühstücksbüfett treten Sie die Heimreise an über folgende Reisestationen von Theodor Fontane: Ribbeck und Paretz.

Theodor Fontanes Gedicht über den „Birnbaum“ hat den kleinen Ort Ribbeck und damit das ganze Havelland berühmt gemacht. „Es spiegeln sich in deinem Strome Wahrzeichen, Burgen, Schlösser, Dome“, schrieb er über das Havelland. Der Landschaft und den Orten entlang der Havel hat er umfangreiche Texte gewidmet, nicht zuletzt das berühmte Gedicht über den Herrn von Ribbeck und seine Birnen.
Das imposante, neobarocke Schloss bestimmt den historischen Dorfkern. Einst Wohnsitz der Familie von Ribbeck beherbergt das Gebäude heute ein vielfach ausgezeichnetes Restaurant, den Deutschen Birnengarten sowie elegante Veranstaltungsräume für rauschende Feste und hochkarätige Kammerkonzerte. Das Museum zeigt die Geschichte des Hauses und der Region und bietet mit seinen wechselnden Ausstellungen ein Forum für historische und zeitgenössische Kunst.
Direkt gegenüber steht die einschiffige Saalkirche, die den Stamm des ursprünglichen Birnbaums beherbergt. Ein historisches Klassenzimmer wird in der Alten Schule gezeigt und bietet, auch wie das Cafe Theodor, Birnenleckereien und kleine Mahlzeiten an. Frischen Flammkuchen, im eigenen Holzofen gebacken, kann man beim Ribbäcker genießen. Und die Krönung des Kulinarischen sind die berühmten einzigartigen Birnentorten aus dem Alten Waschhaus. Rund um den Dorfkern lebt Geschichte.

In der abgeschiedenen Idylle der friedlichen Havellandschaft haben Königin Luise und ihr Mann, Kronprinz Friedrich Wilhelm III, alljährlich die Sommermonate in Paretz verbracht. Fernab höfischer Etikette, fern vom Prunk der preußischen Residenzstadt Berlin genossen sie hier ein bürgerliches Familienleben, das in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen Vorbild für eine ganze Generation sein sollte.
Besonders gut gefallen hat das Dörfchen Paretz offenbar auch Theodor Fontane. Das Schloss beeindruckt seine Besucher noch heute mit kostbaren Möbeln, Gemälden, Grafiken und insbesondere den berühmten Paretzer Papiertapeten, die Fontane ebenfalls sehr ausführlich in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ beschreibt.
Schloss und Dorf Paretz wurden von 1797 bis 1804 von David Gilly als Sommerresidenz für den Kronprinzen Friedrich Wilhelm (III.) und seine Gemahlin Luise planmäßig angelegt und mit hohem ästhetischen Anspruch ausgeführt. Als Musterbeispiel der preußischen Landbaukunst um 1800 erfüllte es sowohl den Wunsch nach einem königlichen Landsitz als auch die Anforderungen an ein funktionierendes Bauerndorf. Zudem fügt es sich harmonisch in die weite Landschaft an der Havel ein.

Nach der Besichtigung der beiden Orte mit typischer Theodor Fontane Pause erfolgt die Rückfahrt am frühen Nachmittag. Ankunft in den Zustiegsorten am Abend zwischen 20:00 Uhr und 22:00 Uhr. 

 

 

 

Bitte beachten:

Aufgrund dem Besuch von Museen und Schlössern mit teilweise eingeschränkten Öffnungszeiten und Besichtigungsbeschränkungen können sich Besichtigungspunkte zwischen den Tagen verschieben. 

 Im Reisepreis enthalten
• Moderner Reisebus / Clubbus
• Zwei Übernachtungen im ****Dorint Hotel Potsdam, am Rand der Altstadt gelegen
• Zwei Übernachtungen im ****Mark Brandenburg Resort Neuruppin, direkt am See gelegen sowie am Rand der Altstadt
• Vier Frühstücksbüfett
• Ein Abendessen am Anreisetag im Hotel oder in einem ausgesuchten Restaurant in Potsdam ohne Getränke
• Möglichkeit zur Teilnahme an einem Spaziergang am Anreisetag vor dem Abendessen in Potsdam zur Kolonie Alexandrowka, Alexander Newski Kapelle, Belvedere am Pfingstberg, Neuer Garten vom Schloss Cecilienhof am Heiligen See (circa drei Kilometer)
• Örtliche zertifizierte Reiseleitung außer am Anreisetag
• Teilweise zusätzliche zertifizierte Reiseleitung in Museen und Sonderausstellungen
• Alle Besichtigungen wie beschrieben
• Alle Eintritte in Museen und Sonderausstellungen
• Zwei Mal Eintritt in die Theodor Fontane Therme inklusive Suanalandschaft, die mit dem ****Hotel Mark Brandenburg Resort verbunden ist
• Alle touristischen Nebenleistungen (Kurtaxe, Hotelsteuer, Touristensteuer, Parkkosten…)
• Vielseitige Informationen zum Zielgebiet und zu den Besichtigungen
• Haftpflichtversicherung der TAS
• Reisepreissicherungsschein der R+V
• Persönliche Reiseleitung vom Inhaber von KUS Reisen

NICHT im Reisepreis enthalten
• Reiserücktrittskostenversicherung
• Reiseabbruchversicherung
• Nicht in der Ausschreibung erwähnten Mahlzeiten und Getränke
• Trinkgelder

Anmeldung / Anmeldeschluss
• Es werden ausschließlich schriftliche Anmeldungen entgegen genommen.
• Eine vorherige telefonische Vorab Reservierung ist möglich.
• Anmeldeschluss ist sechs Wochen vor Reisebeginn.
• Nachbuchungen nach dem Anmeldeschluss können nur vorgenommen werden, wenn im Reisebus und im Hotel freie Plätze verfügbar sind.

Allgemeine Geschäftsbedingungen
• Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen von KUS Reisen.
• Die AGB sind auf dieser Webseite hinterlegt und können gespeichert und ausgedruckt werden.
• Bitte beachten Sie dabei besonders die Regelungen zu Anzahlung, Restzahlung, Rücktritt und Entschädigung.

Zahlungsbedingungen
• Mit dem Erhalt der Buchungsbestätigung mit inkludierter Rechnung und Aushändigung des Sicherungsscheines wird eine Anzahlung in Höhe von 20% des Reisepreises zur Zahlung fällig.
• Die Restzahlung ist unaufgefordert zwei Wochen vor Reisebeginn zur Zahlung fällig.

Reiseversicherung
• Im Reisepreis sind keine Reiseversicherungen eingeschlossen.
• KUS Reisen weist zur Vermeidung von Zusatzkosten auf die Möglichkeit hin zum Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung und Reiseabbruchversicherung.
• KUS Reisen berät Sie gerne zum Thema und kann diese zur Reise zu günstigen Konditionen dazu buchen.

Zustiege
• Haupt Zustieg ist in 73033 Göppingen mit kostenlosen Parkmöglichkeiten.
• Weitere Zustiege sind in der Auswahlliste hinterlegt.
• Bei einigen Zustiegen, die nicht entlang der Fahrstrecke liegen, kann ein ÖPNV Transfer vorgeschaltet werden. Die Abfahrtszeit vom Reisebus ist auf die ÖPNV Ankunftszeit abgestimmt, so dass an den Zustiegen entlang der Fahrtstrecke (z.B. Ulm, Aalen, Crailsheim, Heilbronn / Weinsberg, Ludwigsburg / Zuffenhausen, Stuttgart, Böblingen, Wendlingen, Plochingen, Lorch…) keine große Wartezeit entsteht.
• Aufgrund der begrenzten Lenk- und Arbeitszeit am Hin- und Rückreisetag kann anstatt dem ÖPNV manchmal bei einigen Zustiegen ein kleiner Transferbus zum nächst gelegenen Zustieg eingesetzt werden.

Mindestteilnehmerzahl
• 20 Teilnehmer
• Sollte die Mindestteilnehmerzahl bis zum Anmeldeschluss nicht erreicht sein, ist der Reiseveranstalter grundsätzlich berechtigt, die Reise spätestens zu den folgenden Terminen abzusagen:
- 20 Tage vor Reisebeginn bei einer Reisedauer von mehr als sechs Tagen
- 7 Tage vor Reisebeginn bei einer Reisedauer von mindestens zwei und höchstens sechs Tagen
- 48 Stunden vor Reisebeginn bei einer Reisedauer von weniger als zwei Tagen
• KUS Reisen wird vor einer Absage alles daran setzen, die Reise auch mit weniger Teilnehmern durchzuführen. Dabei kann ein kleinerer Reisebus oder Clubbus eingesetzt werden. Sofern die Teilnehmer einverstanden sind kann auch aufgrund der sehr guten Bahnverbindungen die Hin- und Rückreise mit der Bahn durchgeführt werden.

Stornofristen / Entschädigung
• Vom Pauschalreisevertrag kann der Reisende vor Reisebeginn gegen Zahlung einer vom Reiseveranstalter KUS Reisen verlangten Entschädigungspauschale jederzeit vom Vertrag zurücktreten.
• KUS Reisen setzt bei einem Rücktritt die Pauschalen der Entschädigung bei Bus- und Bahnreisen wie folgt fest:
- bis zum 35. Tag vor Reiseantritt 15 % vom Reisepreis
- ab dem 34. Tag vor Reiseantritt 30 % vom Reisepreis
- ab vom 28. Tag vor Reiseantritt 50 % vom Reisepreis
- ab dem 21. Tag vor Reiseantritt 60 % vom Reisepreis
- ab dem 14. Tag vor Reiseantritt 70 % vom Reisepreis
- ab dem 7. Tag vor Reiseantritt 75% vom Reisepreis
- am Tag vor Reiseantritt oder bei Nichtantritt der Reise 85 % vom Reisepreis.
• Bei Stellung einer Ersatzperson im gleichen Zimmertyp muss bei Bus- und Bahnreisen keine Entschädigung bezahlt werden.

Gruppenermäßigungen
• Ab sechs Personen 3%
• Ab acht Personen 4%
• Ab zehn Personen 5%
• Voraussetzung für die Gewährung der Gruppen-Ermäßigung ist eine gemeinsame Buchung mit Angabe aller Vor- und Zunamen der Mitreisenden, der Zimmerzuordnung der Mitreisenden und eine gemeinsame Bezahlung durch den Gruppenleiter mit einer Gesamtrechnung.
• Eine Kombination von Gruppen-Ermäßigung und einem eventuellen Frühbucher-Rabatt oder anderem Rabatt ist ausgeschlossen.

Eingeschränkte Mobilität
• Diese Reise ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität nur bedingt geeignet.
• Sollten Sie nicht sicher sein, ob Sie den Anforderungen gewachsen sind fragen Sie bei KUS Reisen nach. Nach Beratung können wir nach Möglichkeit ihre Bedürfnisse bei der weiteren Reiseplanung berücksichtigen. Hilfreich ist zur Unterstützung während der Reise eine mitreisende begleitende Person.

Gruppengröße
• Die Größe der gesamten Reisegruppe variiert je nach Interesse zwischen 15 und 30 Personen.

Sprache
• Die Reise wird ausschließlich in deutscher Sprache durchgeführt.

****First Class Hotel

 
Details
  • pro Person im Doppelzimmer
    645 €
  • Pro Person im Einzelzimmer
    715 €

****First Class Hotel

 

Sie wohnen in einem ausgesuchten ****First Class hotel.

Das ausgesuchte Hotel für die Reise steht in der Beschreibung oder können Sie telefonisch beim Reiseveranstalter KUS Reisen anfragen unter Telefon 07161 5060374.

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