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Reisekalender

Frankreich - Loire: Königliche Schlösser, prächtige Gärten, majestätische Flüsse und schmucke Städte zu 500 Jahre Renaissance und Leonardo da Vinci - 5 Tage

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Buchungscode:
FRA05
Termin:
17.07.2019 - 21.07.2019
Preis:
ab 798 € pro Person

Loiretal

Kaum eine Region hat die französische Geschichte dermaßen stark beeinflusst. Könige und Königinnen, Minnesänger, Hofnarren und Mätressen belebten das Loiretal und regierten von hier aus Frankreich. Oft waren es an die 15.000 Menschen, die im Schatten eines Königs lebten. Sie folgen deren Spuren, entdecken wahre Märchenschlösser und werden mit den Köstlichkeiten früherer Zeiten verwöhnt. Nirgendwo in Europa sind auf so engem Raum so viele Schlösser zu finden wie im Loire-Tal. Von den mehr als 300 Schlössern und Burgen können heute noch circa 100 besichtigt werden.

Nicht nur die Schlösser, sondern auch die Gärten im Loire-Tal sind von majestätischer Schönheit und bilden eine einzigartige Komposition aus grandioser Landschaft, Architektur und Garten. Sie wurden im Jahr 2000 als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet und sind Ausdruck einer langen Tradition und Varianten der Gartengestaltung. Ob nun romantische Rosenhaine, mittelalterliche Klostergärten, weitläufige Landschaftsparks, dekorative Gemüsegärten oder strenge Geometrie der Renaissance. Sie werden vor allem vom Gartenfestival Chaumont begeistert sein!

Villandry, Orléans, Chambord, Chinon... selbst in den Ohren von Nichteingeweihten haben diese Namen einen viel versprechenden Klang. Sie lassen an Schlösser und Burgen, an Richard Löwenherz und Jeanne d'Arc, an Rabelais und Balzac, Champignons und vieles mehr denken. Dazu pittoreske Dörfer, dynamische Städte wie z.B. Blois, Amboie und Orléans sowie eine gute Küche geben das perfekte Bild dieser Region wieder. Das Loire-Tal ist noch heute eine der "französischsten" Regionen, hier wird angeblich noch das beste Französisch im Land gesprochen.

Aufgrund des milden Klimas und der Lieblichkeit der Natur ist diese Region ein beliebtes Reiseziel und auch die Weine der Region gehören zu den besten von Frankreich.

Die Loire ist Frankreich! Kein anderer Fluss Frankreichs genießt innerhalb des Landes eine solche Ausstrahlung. Mit 1.012 Kilometern ist die Loire Frankreichs längster Fluss, 200 Kilometer länger als die Rhône. Ganz unauffällig entspringt sie dort, wo man ihre Quellen nicht vermutet: In der Ardèche, nur 150 km vom Mittelmeer entfernt. Zunächst ein kurzer Abstecher nach Westen, dann aber eilt die Loire dem Norden zu. Erst bei Orléans entscheidet sich der Fluss für sein Meer und strebt dem Atlantik zu. Beiderseits des Ufers stehen prächtige Schlösser, protzig und klar gebaut. Zu verdanken ist dies den Engländern, die ab 1420 die Hauptstadt Paris besetzten und Charles VII veranlassten, sich samt Hofstaat im Loiretal niederzulassen. Paris wurde nie aus den Augen verloren, doch seit damals war das Loiretal ein bevorzugter Aufenthaltsort der Könige.

 

1. Tag
Anreise
Orleans (Stadtführung, Kathedrale mit berühmter Orgel)

2. Tag
Schloss und Park Cheverny
Schloss und Park Chambord
Schloss und Park Beauregard (Hundegalerie)

3. Tag
Blois (Schloss, Stadtführung…)
Schloss und Park Chaumont sur Loire (Gartenfestival...)
Amboise (Schloss Amboise und Schloss Clos Luce)

4. Tag
Schiffahrt auf dem Fluss Cher
Schloss und Garten Chenonceaux
Schloss und Park Gaillard

5. Tag
Schloss und Garten Fontainebleau
Rückreise

 

Auf dem Programmablauf stehen auch Verprobungen der örtlichen Spezialitäten wie Wein, Schinken... und der Besuch von Restaurants am Abend. Alles ist im Preis enthalten. Durch die durchgängige örtliche Deutsch sprechende Reiseleitung können dadurch einzelne Programmpunkte unter den Tagen verschoben werden, die die Qualität der Reise nicht beeinflussen.  

 

1. Tag

Auf dem Weg ins Standorthotel nach Blois legen Sie in Orleans an der Loire einen Halt ein. Buchen Sie die Stadtführung (siehe Zusatzleistung) oder bummeln Sie selbst durch die Stadt.

Die an den sanften Ufern der Loire gelegene Stadt Orléans gehört zu den ältesten Städten Frankreichs. Orléans als Hauptstadt der Region Centre hat seit jeher eine enge Bindung zur Loire, dem sie vor allem ihre reiche Vergangenheit als Handelszentrum verdankt. Denn auf ihm wurden Tuche und Stoffe, Schiefer aus dem Anjou, Salz und getrockneter Fisch aus dem Atlantik befördert, ganz zu schweigen von dem berühmten Orléans-Essig, der aus Wein gewonnen wurde.
Die majestätische Kathedrale Sainte-Croix mit ihren zwei imposanten Türmen ist ein Meisterwerk der gotischen Baukunst und zeigt das reiche Kulturerbe der historischen Stadt. Wunderbare Holztäfelungen sowie bunte Kirchenfenster zeigen die Heldentat von Johanna von Orléans. Die prächtigen Orgeln im Innern der Kathedrale stammen aus der Abtei Saint-Benoît-sur-Loire. Ihre Glocken wurden in der Glockengießerei Bollée ganz in der Nähe des Stadtzentrums hergestellt, die immer noch in Betrieb ist.
In der Nähe der Kathedrale erhebt sich das aus roten Ziegeln erbaute Patrizierhaus Groslot, ein wunderschöner Renaissancebau aus dem 16. Jahrhundert, Sitz des Rathauses.
Auf dem Platz Martroi steht ein Reiterstandbild der Jungfrau von Orléans.
Der ehemalige Wohnsitz des Finanzverwalters des Herzogs von Orléans, in dem die berühmte Jungfrau Johanna von Orléans sich 1429 aufhielt, ist das Haus Jeanne d'Arc. Es wurde wieder aufgebaut nach dem Zweiten Weltkrieg und beherbergt das Museum über die Geschichte von Johanna von Orléans und der Belagerung und Befreiung von Orléans 1429.
Bewundern Sie im Musée Historique et Archéologique de l’Orléanais (Historisches und archäologisches Museum von Orléans) eine seltene Sammlung von Bronzestatuen der galloromanischen Zeit.
Im Musée des Beaux-Arts (Museum der Schönen Künste) erwarten Sie die wohl eindrucksvollsten Pastelle nach denen des Louvre.
Besuchen Sie das Zentrum des Regionalfonds für zeitgenössische Kunst „FRAC Centre“, das für moderne Kunst von hoher Bedeutung ist. Allein das Gebäude, das im Volksmund „Les Turbulences“ (Die Turbulenzen) genannt wird, lohnt einen Abstecher.
Die neu gestalteten Ufer der Loire laden zu einem Spaziergang ein.

Ankunft im ausgesuchten ****Hotel in Blois direkt an der Loire gelegen am Abend. Abendessen im Hotel.

 

 

2. Tag

Das Schloss Cheverny gehört seit mehr als sechs Jahrhunderten der Familie Hurault, die als Finanzberater und Offiziere im Dienst mehrerer französischer Könige standen. Das Schloss wird jährlich von etwa 350 000 Besuchern aus aller Welt besichtigt.
Das Schloss ist eines der größten der Loireschlösser. Es wird auch heute noch von Nachkommen der Familie Herault bewohnt. Vom ursprünglichen Schloss, das im 16. Jahrhundert erbaut wurde, stehen nur noch wenige Überreste in den Gemeinschaftsgebäuden. Die Ausführung der Arbeiten wurde dem Architekten Jacques Bougier (genannt Boyer de Blois) anvertraut, der auch am Umbau des Schlosses von Blois mitgewirkt hat. Er verwendet den "Stein aus Bourré ", der aus einem Dorf im Tal der Cher stammt. Der Stein hat die Eigenart, mit der Zeit immer weißer und härter zu werden, womit sich die helle Farbe der Fassaden des Schlosses erklärt. Die Tochter der Besitzer vollendet die Innenausstattung gegen 1650 mit Hilfe des Malers Jean Mosnier aus Blois. Das Schloss hatte in seiner ganzen Geschichte nie unbewohnt leergestanden. Seine Möbel und Einrichtungsgegenstände sind bemerkenswert gut erhalten. Die Appartements des ersten Stockwerks zeugen von französischer Lebenskunst: das Geburtszimmer, das rote Boudoir, das Kinderzimmer, das Zimmer der Brautleute, der Speisesaal und der kleine Salon. Cheverny birgt auch noch andere Schätze, wie etwa den Wandteppich der Gobelin-Manufaktur aus dem 17. Jahrhundert, der den Waffensaal schmückt, die Kommode aus der Zeit von Louis XIV im Boulle-Stil und die Uhr aus der gleichen Epoche, nach der alle anderen Uhren im Schloss gestellt wurden und die man im Saal der Tapisserien bewundern kann. Nicht zu vergessen auch das prachtvolle, mit persischen Stickereien aus dem 16. Jahrhundert verzierte Bett mit Baldachin, in dem König Henri IV schlief, wenn er im Schloss weilte.
Ein Park im englischen Stil und die Gärten mit einer Gesamtfläche von fast hundert Hektar umgeben das Schloss. Wunderschöne Exemplare und seltene Baumarten, die 1820 bis 1860 gepflanzt wurden, bilden den englischen Park: Linden, Mammutbäume und mehrere Sorten von Zedern. Der "Garten der Lehrlinge" wurde 2006 geschaffen und liegt zwischen dem Schloss und dem Pavillon der Orangerie, in der im Zweiten Weltkrieg ein Teil des "nationalen Möbelerbes" gelagert wurde. Dieser in zeitgenössischem Geist gehaltene Garten wurde von den wieder aufgefundenen Plänen eines ehemaligen Gartens im französischen Stil, der an derselben Stelle gelegen hatte, inspiriert.
Der Gemüsegarten schließlich wurde im Jahr 2004 geplant und gleich neben dem "Saal der Trophäen" angelegt.
Schloss Cheverny hat den belgischen Komik-Zeichner Hergé zu seinem "Château de Moulinsart" inspiriert. 1942 taucht Schloss Moulinsart zum ersten Mal im Lauf eines neuen Abenteuers des Reporters "Tintin" auf. Es wird zur Heimstatt von Tim, Struppi, Professor Bienlein, Kapitän Haddock und Nestor, dem Hausdiener. Eine Dauerausstellung zum Thema "Die Geheimnisse von Moulinsart" zeigt das Zimmer von Tim, das Labor von Professor Bienlein sowie den Keller des Schlosses Moulinsart.

440 Zimmer, 74 Treppenhäuser, über 1.000 Kamine: das Königliche Jagdschloss Chambord in der Nähe der Stadt Blois ist das größte der berühmten Loire-Schlösser und wahrscheinlich auch das prunkvollste. Heute gilt es als Exempel für den französischen Renaissancebau und als Stein gewordenes Symbol der Rivalität zwischen zwei Herrschern.
Schloss Chambord verdankt seine Entstehung der Verschwendungssucht des französischen Königs Franz I. von Valois durch die Rivalität mit seinem lebenslangen Widersacher, dem deutschen Kaiser Karl V.
Als die beiden Söhne des königlichen Bauherren in spanischer Geiselhaft saßen, fehlte Franz I. das Geld für ihre Auslösung.
Dagegen waren für den 1519 begonnen Bau des Schlosses immer reichlich finanzielle Mittel vorhanden. Als bedeutendster Künstler und Architekt seiner Zeit wirkte Leonardo da Vinci an dem Bau mit. Auf ihn geht die in zwei ineinander verschränkten Spiralen angelegte Wendeltreppe zurück. Die Treppe wurde oftmals entzückt als Wunderwerk beschrieben, auf der zwei Personen gleichzeitig auf und abschreiten können, sich dabei zwar sehen, ohne sich jedoch zu begegnen. Ein Vergnügen, dem sich der französische König Franz I. gerne hingab.

Schloss Beauregard ist ein ehemaliges Jagdrelais des Königs François. Dank seiner einzigartigen Bildergalerie erzählen die 327 Porträts von berühmten Persönlichkeiten 315 Jahre Geschichte. Die Bilder sind aus dem Schloss entwichen und führen Sie durch den 40 Hektar großen Landschaftspark zur Entdeckung des von Gilles Clément (dem Gestalter des Parc André Citroën in Paris) erdachten Porträtgartens, zu einem der größten Rosengärten des Loiretals und zu den zahlreichen botanischen Sammlungen. Nicht zu vergessen das Huhn, das goldene Eier legt und die Wolf fressenden Schafe!
Die Galerie der Porträts ist ein Symbol des Schlosses Beauregard. Es wurde 1545 von Jean du Thier erstanden, der das heutige Gebäude errichten ließ. 1617 wird Paul Ardier, Minister des Königs, Herr des Hauses und beginnt mit der Ausstattung der Galerie. Es ist eine große Aufgabe, die von den drei nachfolgenden Generationen weitergeführt wird. Insgesamt vereint die Galerie 327 Porträts und gibt eine Überschau über die nationale und internationale politische Geschichte von 1328 bis 1643. Nicht weniger als 26 Nationalitäten sind hier repräsentiert. Schloss Beauregard ist im Besitz der Familie du Pavillon seit 1925 und sein Park führt seit 2005 die Auszeichnung "jardin remarquable".

 

 

3. Tag

Die Stadt Blois ist mit 50.000 Einwohnern (92.000 im gesamten Ballungsraum) von überschaubarer Größe und kultiviert Dolce Vita und Lebensqualität. Sie verfügt über ein dynamisches Wirtschafts- und Universitätsleben sowie ein reiches Vereins-, Kultur- und Sportangebot. Blois spielt eine ausgleichende Rolle zwischen Orléans und Tours und hat allen Grund über ihre Vorzüge stolz zu sein.

Eine aus dem 18. Jahrhundert stammende Steinbrücke überspannt die Loire.

Viele Treppen durchziehen die Stadt, die auf mehreren Hügeln errichtet wurde.

Der größte Stolz der Einwohner ist das Königsschloss, das die Straßen der Altstadt überragt. Das Königsschloss von Blois bietet sich ideal als Einführung für eine Besichtigung des Loire-Tales an, denn es stellt eine Synthese der Architektur und Geschichte der Loire-Schlösser dar. Der Hof des Schlosses eröffnet einen umfassenden Einblick in die französische Architektur vom Mittelalter bis zum 17. Jahrhundert. Die ehemalige Residenz von sieben Königen und zehn Königinnen Frankreichs zeugt unter anderem anhand von reich möblierten und mit wunderschönen mehrfarbigen Dekorelementen verzierten Königsgemächern eindringlich von der Macht und dem täglichen Leben des Königshofes zur Zeit der Renaissance. 1984 war das Schloss eines der ersten historischen Bauwerke, die restauriert wurden, und es diente später als Modell für zahlreiche andere Schlossrestaurationen. Ein Teil der Sammlungen von über 30.000 Werken wird in den Königsgemächern im Flügel Franz I. und im Kunstmuseum im Flügel Ludwigs XII. ausgestellt, aber auch im Rahmen von zahlreichen Sonderausstellungen gezeigt.

Auf dem ansteigenden Gelände neben dem Schloss breiteten sich einst die Gärten Ludwigs XII. aus. Davon ist nur eine Terrasse oberhalb des Place Victor Hugo mit dem königlichen Heilkräuter- und Blumengarten übrig geblieben.

Der Pavillon Anne-de-Bretagne stammt aus dem 16. Jahrhundert. Der kleine, aus Natur- und Backstein bestehende Bau mit hohem Schieferdach war ursprünglich das Belvedere der Gartenanlage. Die mit Maßwerk verzierte steinerne Balustrade zeigt die Initialen Ludwigs XII. und seiner Gemahlin Anna von Bretagne.

An den Pavillon schließt sich längs der Avenue Jean-Laigret in Richtung der Kirche Saint-Vincent-de-Paul ein langer Fachwerkbau an, der ebenfalls unter Ludwig XII. errichtet worden ist und später als Orangerie diente.

Die im 17. Jahrhundert im Jesuitenstil erbaute Kirche Saint-Vincent steht an der Nordseite des Place Augustin-Thierry.

Gegenüber befindet sich die Loggienfassade des Schlosses mit ihren beiden, vom Belvedere-Hof im Vatikan inspirierten Laubengeschossen. Über einem Burggraben liegt die Fassade des Gaston d’ Orléans-Flügels auf der Rückseite der Schlossanlage.

Die Maison de la Magie – Robert Houdin, ein großes Bürgerhaus des 19. Jahrhundert neben dem Schloss bereichert den Stadtrundgang. Dieses Zauberkunstmuseum besticht durch die berühmten Drachen, die Vorführungen und die erstaunlichen Zauberkunstausstellungen über 2000m². Als eine der Hauptattraktionen des Museums streckt ein Furcht erregender Drache alle Stunde seine computergesteuerten sechs Köpfe zu den Fenstern des Hauses hinaus.

Die Kirche Saint-Nicolas ist eine ehemalige Abteikirche, die im 12. und 13. Jahrhundert von Benediktinermönchen gebaut worden ist. Saint-Nicolas ist eine Basilika mit Doppelturm-Fassade, Querschiff und von Kapellen begleitetem Umgangschor. Zwischen den Bauabschnitten sieht man den Übergang vom romanischen auf den gotischen Baustil.

Ähnlich dominierend wie das Schloss ist im Stadtbild die hochgelegene römisch-katholische Kathedrale Saint-Louis. Blois ist Bischofssitz seit 1697. Das Langhaus und der Renaissance-Turm stammen ursprünglich aus dem Jahr 1544. 1678 wurde jedoch das Langhaus von einem Orkan fast völlig zerstört. Nur der von schlanken Doppelsäulen gegliederte Turm blieb erhalten. Der Wiederaufbau erfolgte im spätgotischen Stil zwischen 1680 und 1700. Zur Einrichtung des Bischofssitzes und Erhebung der Kirche zur Kathedrale stiftete Ludwig XIV. im Jahr 1704 die Orgelempore.

Im Westen der Stadt befindet sich der Forêt de Blois, ein Überbleibsel der großen Wälder, die sich einst in der Region erstreckten.

Das Château de Chaumont-sur-Loire thront über dem als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuften Loire-Tal und ist gleichzeitig das am höchsten gelegene Schloss der Region mit einer Höhe von 40 Meter über dem Fluss und eines der wenigen, welches tatsächlich direkt an der Loire liegt. Der Name leitet sich von „Chauve Mont“ (kahler Berg) später „Chaud Mont“ (heißer Berg) ab.
Auf einer steilen Böschung hoch über der Loire bildet es die Kulisse für das Dorf, dessen Häuser in einer langen Reihe das Flussufer säumen.
Der Landschaftsarchitekt Henri Duchêne wird vom Prinzen de Broglie ab dem Jahr 1884 mit dem Bau eines Lustgartens beauftragt. Angelegt wurde der Park als Englischer Landschaftsgarten, wellig und mit von gewundenen Wegen umgebenden Rasenflächen, mit vereinzelten oder in Gruppen stehenden Bäumen – Zedern, Sequoias oder heimischer Bewuchs. Freiräume zwischen Bäumen und Baumgruppen sorgen für optische Achsen zu den Hauptattraktionen: Wald, Loiretal und vor allem das Schloss.
Seit dem Jahr 1992 präsentieren sich alljährlich im Rahmen der „Internationale Gartenschau von Chaumont“ von Mitte Juni bis Mitte Oktober rund 30 Landschaftsgärtner aus verschiedenen Ländern mit ihren Entwürfen und den Prototypen der Gärten von morgen. Neben dem Festival bieten das kleine Nebeltal, der Gemüsegarten, der Garten der Kinder und bestimmte Gartenbereiche der Öffentlichkeit dauerhaft experimentelle Gärten, die sich im Laufe der Jahreszeiten weiterentwickeln. Sie werden begeistert sein.

Die mächtige mittelalterliche Festung wird in eine Königsresidenz umgebaut. Einige Bauten der Schlossanlage standen quasi am Anfang der italienischen Renaissance-Architektur in Frankreich. Der junge König Karl VIII. gab den Bau 1490 in Auftrag. Nach der Einnahme Neapels wurden die Arbeiten 1495 unter Einbeziehung italienischer Künstler fortgeführt. Franz I. berief 1516 den Genius Leonardo da Vinci an seinen Hof, der dort seinen Lebensabend vom Frühling 1516 bis zum 2. Mai 1519 verbrachte.
Der Hof, zahlreiche europäische Gelehrte und Künstler weilen dort auf Einladung der Herrscher, so z.B. Leonardo da Vinci, dessen Gebeine in der Schlosskapelle ruhen.
Als wichtiger Schauplatz der Geschichte Frankreichs zählt Schloss Amboise zu den Glanzstücken der Loire-Schlösser und steht seit 1840 als klassifiziertes Monument historique unter Denkmalschutz.
Diese Hochburg der französischen Geschichte besitzt eine außergewöhnliche Sammlung von Möbeln und Wandteppichen der Gotik und der Renaissance, die von der hohen Kunstfertigkeit der frühen französischen Renaissance zeugt. Nach der Besichtigung der königlichen Gemächer und der beeindruckenden Reitertürme bietet sich ein Spaziergang durch die schönen Panoramagärten mit ihrem einzigartigen Blick über das Loiretal an.

Leonardo da Vinci bewohnte das Herrenhaus Clos Lucé (auch Château du Cloux), südöstlich vom Schloss in einem kleinen Park gelegen. Das Haus war durch einen 500 Meter langen unterirdischen Gang mit dem Schloss verbunden.
Im Jahre 1516 lud Franz I. Leonardo da Vinci nach Amboise ein und überließ ihm Clos Lucé als einen Platz zum Leben und Arbeiten. Leonardo brachte drei Gemälde mit: die Mona Lisa, Anna und Johannes der Täufer. Er lebte dort drei Jahre lang bis zu seinem Tode am 2. Mai 1519.
Heute ist Clos Lucé ein Leonardo-da-Vinci-Museum, in dem neben Zeugnissen der bedeutenden Vergangenheit der Region vor allem Leonardos Entwürfe und zahlreiche Modelle seiner Konstruktionen und Erfindungen, Kopien einiger Gemälde sowie Zitate aus seinen Aufzeichnungen ausgestellt sind.

 

 

4. Tag

Der Fluss Cher entspringt in Mérinchal (Region Nouvelle-Aquitaine) auf etwas 715 Metern Höhe. Er winder sich zuerst nach Norden, wendet sich dann Richtung West und mündet nach 368 Kilometern in Villandry, rund 20 Kilometer westlich von Tours, im Regionalen Naturpark Loire-Anjou-Touraine als linker Nebenfluss in die Loire.

Das Schloss Chenonceau ist ein Wasserschloss. Sein Hauptgebäude steht von Wasser umgeben am nördlichen Ufer des Cher, während die später errichtete Galerie den Fluss überbrückt.
Alljährlich besuchen rund 800.000 Touristen die Anlage und machen damit Chenonceau nach Versailles zum meistbesuchten Schloss Frankreichs. Das „eleganteste, feinste und originellste der Loire-Schlösser“ wird auch das Schloss der Damen (französisch Château des Dames) genannt, denn es waren fast immer Frauen, die seine Geschichte und sein Schicksal bestimmten.
Schloss Chenonceau beheimatet heute zwei Museen und eine Kunstgalerie.
Eine über 300 Meter lange Platanenallee führt vom Eingang zum Schloss. Rund um das Schloss Chenonceau gehören rund 80 Hektar Garten- und Parkflächen, die sich auf zwei Renaissancegärten im italienischen Stil sowie einen großen, fast ausschließlich Wald bestandenen Park verteilen.
Um die beiden Gärten vor Überschwemmungen bei Cherhochwasser zu schützen, wurden sie auf ummauerten Terrassen angelegt. Jeweils im Frühjahr und im Sommer werden sie mit neuen in der Schloss eigenen Gärtnerei gezogenen Blumen bepflanzt. Pro Jahr werden dafür etwa 60.000 Pflanzen benötigt.

Das private Schloss Gaillard im Herzen der 13.000 Einwohner Stadt Amboise ist ein Palazotto, der von Karl VIII. nach der Rückkehr von Italien gebaut wurde. Er bringt eine Gruppe von 22 italienischen Künstlern mit, um die erste Renaissance bei Amboise zu gründen. Er beauftragte den neapolitanischen Mönch Dom Pacello von Mercoliano, den renommiertesten Gärtner seiner Zeit mit der Gestaltung der Gärten. Im Château Gaillard akklimatisiert Pacello die ersten Orangenbäume in Frankreich. Heute beherbergt die Sammlung 160 Sorten von Zitrusfrüchten. Beachtenswert sind zudem die Allee von Platanen und die troglodytische Küche, die im Felsen eingebaut wurde.

 

 

5. Tag

Nach dem Frühstück müssen Sie Abschied nehmen von der Loire und fahren auf dem Heimweg über Fontainebleau.

Das berühmte Schloss von Fontainebleau, das zum Welterbe der UNESCO gehört, war Residenz für königliche Jagdausflüge im Mittelalter, Wohnsitz von Franz I. im 16. Jahrhundert und Lieblingsort von Napoleon Bonaparte zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Heute zieht das Schloss 60 Kilometer südlich von Paris Besucher aus der ganzen Welt an. Das wahre Juwel der französischen Kunst enthüllt seinen Besuchern ein bemerkenswert gut erhaltenes architektonisches und künstlerisches Erbe.
Bei einem Rundgang durch das Schloss entdecken Sie die prächtigen Gemächer, die beeindruckende Galerie Franz I. mit schönen Fresken und Stuckarbeiten, den Ballsaal mit seinem Prunkkamin, die königliche Treppe mit zahlreichen Verzierungen aus dem Leben von Alexander dem Großen, die prachtvoll möblierten königlichen Appartements aber auch die Kapelle der Dreifaltigkeit mit ihrem schönen barocken Dekor, die Gemächer des Papstes und der Königinmutter und das Appartement des Kaisers.
Im Schloss befindet sich auch das Museum Napoleon I., in dem Gemälde, Kleidungsstücke, Objekte und Erinnerungsstücke des Kaisers und seiner Familie ausgestellt werden.
In Höhe des Hofes des Weißen Rosses, können Sie die berühmte Eisentreppe bewundern, die im 17. Jahrhundert von Jean Androuet du Cerceau konstruiert wurde.
Der Erkundungsspaziergang führt weiter durch die üppig gestalteten Gärten. Das große Parterre "à la française", das von Le Nôtre gestaltet wurde, der Karpfenteich, der kleine Pavillon, der englische Garten mit seinen seltenen Gewächsen und der Garten Diane mit seiner eleganten Fontäne sind absolut sehenswert. Ein großer schattiger Park lädt zudem zu ausgedehnten Spaziergängen oder zum Picknick ein.

Nach der Besichtigung von Schloss und Garten können Sie die faszinierende Reise auf der Rückfahrt Revue passieren lassen.

Sofern es der Verkehr zulässt ist werden wir im Rahmen der gesetzlichen Lenkzeitpause ein kleines Abschluss Abendessen mit Flammkuchen und französischem Wein im Elsass / Karlsruhe einplanen.

Gut gestärkt erreichen Sie die Zustiegsorte am späten Abend zwischen 21:00 Uhr und 23:00 Uhr.

 

 Im Reisepreis enthalten
• Moderner Reisebus / Clubbus
• Vier Übernachtungen im ***Hotel in Blois, am Rand der Altstadt und direkt an der Loire gelegen
• Vier Frühstücksbüfett
• Ein Abendessen am Anreisetag im Hotel oder in einem ausgesuchten Restaurant in Blois inklusive Getränke (Wein, Wasser, Espresso)
• Drei Abendessen in ausgesuchten einheimischen Restaurants inklusive Getränke (Wein, Wasser, Espresso)
• Alle Besichtigungen wie beschrieben
• Örtliche zertifizierte Deutsch sprechende Reiseleitung
• Teilweise zusätzliche zertifizierte Deutsch sprechende Reiseleitung in den Schlössern und Gärten
• Alle Eintritte
• Schiffahrt auf dem Fluss Cher
• Alle touristischen Nebenleistungen (Autobahngebühren, Tunnelgebühren, Kurtaxe, Hotelsteuer, Touristensteuer, Parkkosten…)
• Vielseitige Informationen zum Zielgebiet und zu den Besichtigungen
• Haftpflichtversicherung der TAS
• Reisepreissicherungsschein der R+V
• Persönliche Reiseleitung vom Inhaber von KUS Reisen

NICHT im Reisepreis enthalten
• Reiserücktrittskostenversicherung
• Reiseabbruchversicherung
• Nicht in der Ausschreibung erwähnten Mahlzeiten und Getränke
• Angebotene Zusatzleistungen (Stadtführung Orleans mit Kathedrale am Anreisetag, Schloss Fontainebleau am Rückreisetag)
• Trinkgelder

Anmeldung / Anmeldeschluss
• Es werden ausschließlich schriftliche Anmeldungen entgegen genommen.
• Eine vorherige telefonische Vorab Reservierung ist möglich.
• Anmeldeschluss ist sechs Wochen vor Reisebeginn.
• Nachbuchungen nach dem Anmeldeschluss können nur vorgenommen werden, wenn im Reisebus und im Hotel freie Plätze verfügbar sind.

Allgemeine Geschäftsbedingungen
• Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen von KUS Reisen.
• Die AGB sind auf dieser Webseite hinterlegt und können gespeichert und ausgedruckt werden.
• Bitte beachten Sie dabei besonders die Regelungen zu Anzahlung, Restzahlung, Rücktritt und Entschädigung.

Zahlungsbedingungen
• Mit dem Erhalt der Buchungsbestätigung mit inkludierter Rechnung und Aushändigung des Sicherungsscheines wird eine Anzahlung in Höhe von 20% des Reisepreises zur Zahlung fällig.
• Die Restzahlung ist unaufgefordert zwei Wochen vor Reisebeginn zur Zahlung fällig.

Reiseversicherung
• Im Reisepreis sind keine Reiseversicherungen eingeschlossen.
• KUS Reisen weist zur Vermeidung von Zusatzkosten auf die Möglichkeit hin zum Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung und Reiseabbruchversicherung.
• KUS Reisen berät Sie gerne zum Thema und kann diese zur Reise zu günstigen Konditionen dazu buchen.

Zustiege
• Haupt Zustieg ist in 73033 Göppingen mit kostenlosen Parkmöglichkeiten.
• Weitere Zustiege sind in der Auswahlliste hinterlegt.
• Bei einigen Zustiegen, die nicht entlang der Fahrstrecke liegen, kann ein ÖPNV Transfer vorgeschaltet werden. Die Abfahrtszeit vom Reisebus ist auf die ÖPNV Ankunftszeit abgestimmt, so dass an den Zustiegen entlang der Fahrtstrecke (z.B. Ulm, Aalen, Crailsheim, Heilbronn / Weinsberg, Ludwigsburg / Zuffenhausen, Stuttgart, Böblingen, Wendlingen, Plochingen, Lorch…) keine große Wartezeit entsteht.
• Aufgrund der begrenzten Lenk- und Arbeitszeit am Hin- und Rückreisetag kann anstatt dem ÖPNV manchmal bei einigen Zustiegen ein kleiner Transferbus zum nächst gelegenen Zustieg eingesetzt werden.

Mindestteilnehmerzahl
• 20 Teilnehmer
• Sollte die Mindestteilnehmerzahl bis zum Anmeldeschluss nicht erreicht sein, ist der Reiseveranstalter grundsätzlich berechtigt, die Reise spätestens zu den folgenden Terminen abzusagen:
- 20 Tage vor Reisebeginn bei einer Reisedauer von mehr als sechs Tagen
- 7 Tage vor Reisebeginn bei einer Reisedauer von mindestens zwei und höchstens sechs Tagen
- 48 Stunden vor Reisebeginn bei einer Reisedauer von weniger als zwei Tagen
• KUS Reisen wird vor einer Absage alles daran setzen, die Reise auch mit weniger Teilnehmern durchzuführen. Dabei kann ein kleinerer Reisebus oder Clubbus eingesetzt werden. Sofern die Teilnehmer einverstanden sind kann auch aufgrund der sehr guten Bahnverbindungen die Hin- und Rückreise mit der Bahn durchgeführt werden.

Stornofristen / Entschädigung
• Vom Pauschalreisevertrag kann der Reisende vor Reisebeginn gegen Zahlung einer vom Reiseveranstalter KUS Reisen verlangten Entschädigungspauschale jederzeit vom Vertrag zurücktreten.
• KUS Reisen setzt bei einem Rücktritt die Pauschalen der Entschädigung bei Bus- und Bahnreisen wie folgt fest:
- bis zum 35. Tag vor Reiseantritt 15 % vom Reisepreis
- ab dem 34. Tag vor Reiseantritt 30 % vom Reisepreis
- ab vom 28. Tag vor Reiseantritt 50 % vom Reisepreis
- ab dem 21. Tag vor Reiseantritt 60 % vom Reisepreis
- ab dem 14. Tag vor Reiseantritt 70 % vom Reisepreis
- ab dem 7. Tag vor Reiseantritt 75% vom Reisepreis
- am Tag vor Reiseantritt oder bei Nichtantritt der Reise 85 % vom Reisepreis.
• Bei Stellung einer Ersatzperson im gleichen Zimmertyp muss bei Bus- und Bahnreisen keine Entschädigung bezahlt werden.

Gruppenermäßigungen
• Ab sechs Personen 3%
• Ab acht Personen 4%
• Ab zehn Personen 5%
• Voraussetzung für die Gewährung der Gruppen-Ermäßigung ist eine gemeinsame Buchung mit Angabe aller Vor- und Zunamen der Mitreisenden, der Zimmerzuordnung der Mitreisenden und eine gemeinsame Bezahlung durch den Gruppenleiter mit einer Gesamtrechnung.
• Eine Kombination von Gruppen-Ermäßigung und einem eventuellen Frühbucher-Rabatt oder anderem Rabatt ist ausgeschlossen.

Eingeschränkte Mobilität
• Diese Reise ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität nur bedingt geeignet.
• Sollten Sie nicht sicher sein, ob Sie den Anforderungen gewachsen sind fragen Sie bei KUS Reisen nach. Nach Beratung können wir nach Möglichkeit ihre Bedürfnisse bei der weiteren Reiseplanung berücksichtigen. Hilfreich ist zur Unterstützung während der Reise eine mitreisende begleitende Person.

Gruppengröße
• Die Größe der gesamten Reisegruppe variiert je nach Interesse zwischen 15 und 30 Personen.

Sprache
• Die Reise wird ausschließlich in deutscher Sprache durchgeführt. 

****First Class Hotel

 
Details
  • pro Person im Doppelzimmer
    798 €
  • Pro Person im Einzelzimmer
    1049 €

zubuchbare Optionen / Ermäßigungen

  • Anreisetag: Orleans Stadtführung
    15 €
  • Rückreisetag: Schloss und Garten Fontainebleau
    15 €

****First Class Hotel

 

Sie wohnen in einem ausgesuchten ****First Class hotel.

Das ausgesuchte Hotel für die Reise steht in der Beschreibung oder können Sie telefonisch beim Reiseveranstalter KUS Reisen anfragen unter Telefon 07161 5060374.

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